Kinder machen Trickfilme
Beim Kikife können Kinder nicht nur Filme sehen, sondern auch Filme produzieren. Im Rahmen des medienpädagogischen Begleitprogramms haben sie die Möglichkeit, eigene Geschichten zu erzählen und diese als Trickfilm zu gestalten. Unter Animation versteht man das Verfahren, mit dem unbelebtes Material im Film oder Video „zum Leben erweckt“ wird. Möglich wird dies durch eine gegebene Einschränkung unseres Sehens: Bereits 8 bis 12 Bilder pro Sekunde führen zu einer Überforderung unserer Sehfähigkeit mit dem Ergebnis, dass vorangehende und nachfolgende Bilder gemeinsam wahrgenommen werden. Kleine Veränderungen der Einzelbilder können so die Illusion einer Bewegung erzeugen. Dabei wird die von Hand ausgeführte Bewegung der Figuren immer wieder gestoppt, um eine Aufnahme zu machen. Das verwendete Animationsverfahren bezeichnet man deshalb auch als Stop-Motion. Die Einzelaufnahmen, aus denen die Animation entsteht, werden mittels Videokamera direkt am Computer in ein Bearbeitungsprogramm eingespielt und dort weiterbearbeitet.
Ostern verpennt – Kikife 2012
Dank der Unterstützung durch die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg steht den Teilnehmern die "Trickboxx" zur Verfügung. Das ist ein Koffer, der schnell zu einem kompletten Trickfilmstudio aufgebaut werden kann und für zweidimensionale Filme optimale Voraussetzungen schafft. Figuren und Hintergründe liegen dazu flach auf einem Arbeitstisch, die Kamera ist in der Deckenplatte installiert und nimmt die Einzelbilder von oben auf. Mindestens 480 Fotos müssen die Kinder für eine Minute des eigenen Trickfilms aufnehmen. Das erfordert viel Fingerspitzengefühl, Teamfähigkeit und Konzentration.
Der Trickfilmworkshop wird seit 2015 maßgeblich unterstützt von der Hector-Kinderakademie Schwäbisch Gmünd. Die teilnehmenden Grundschüler kommen aus verschiedenen Orten rund um Schwäbisch Gmünd.